Ernst Rossmanith ( Oberlehrer ) Wien 14, Hütteldorferstraße 167, April 1931
An alle Familien die Rosmanith (Rossmanith) heißen.
Am 13. April 1931 jährt sich zum 300. Male der Todestag unseres werten urkundlich nachweisbaren Namensträgers, Vorfahre GEORG ROSSMANITH
1554 - 1631 siedelte sich um das Jahr 1590 als Freibauer in Raase, Bezirk Freudenthal an. Er besaß das damalige Glatzl'sche Freigut.
Von seinen vier Söhnen Georg, Michael, Jakob und Martin, stammen alle Träger des Namens Rossmanith ab.
Anmerkung Gerhard Walter, 2026: Die Große Volkszeitung ist im ANNO nicht zu finden) ANNO » https://anno.onb.ac.at/
Chronik von Razová (deutsch: Raase) ..,
Raase ist eine Gemeinde in der Region Mähren-Schlesien in Tschechien. Sie hat heute 520 Einwohner und liegt an der Talsperre Slezská Harta. Bis 1918 war Raase Teil von Österreich-Ungarn (nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich von 1867 im österreichischen Gebiet) im Bezirk Freudenthal (Bruntál), eine der 8 Bezirkshauptmannschaften in Österreichisch-Schlesien. Seit 1870 verfügte der Ort über ein eigenes Postamt. 1910 lebten (laut Zensus von 1910) 1839 ständige Einwohner im Ort, von denen 1830 oder 99,5 % angaben, Deutsch als Hauptsprache zu sprechen. Fast gleich viele, 1829 Einwohner, bekannten sich zum römisch-katholischen Glauben
(Quelle Wikipedia, Jänner 2026)
Herkunft des Familiennames Rosmanith
Das im k.k. Anteil Sohlesien Troppauer Kreis zur Herrschaft Jügerndorf gehörige Dorf Raase liegt 2 3/4 Meilen südwestlich von Jägerndorf, an einer sich sanft von Nordosten nach Süden neigenden Abdachung, deren niedrigste Punkte von dem Mohraflusse begrenzt und bespült werden. Laut Grundbuch Fol.1 ist es unter der Regierung Markgrafs Georg Friedrich von Ansbach Brandenburg im Jahre 1548 zwischen Wildern und Steinklippen erbaut und meist von Niederschlesiern und Brandenburgern bevölkert worden. Den Ansiedlern wurden 30 Huben Neuland zur kultivierung zugeteilt, welche diese aber sogleich in 64 Gebirgshuben unter sich verteilten, vermeinend, daß die darauf haftenden, der Obrigkeit zu leistenden Abgaben ihrer Viele leichter entrichten körnen, als wenn der Grundbesitz unter Wenigere verteilt wäre. Es scheint auch, daß die Bodenkultur über 100 Jahre nur sehr geringe Fortschritte gemacht hat. Zufolge einer von den hierortigen Rotgerbern am 27 September 1690 an die Obrigkeit eingereichten Memoriales, wo es wörtlich heißt: Es sei allbekannt, daß das Dorf Raase in einem steinigen und wegen dem nächstgelegenen Schneegebirge herkommenden kalten Winden, im bösen Grund und Boden liege, das keiner sein eigenes Brot auf ein halbes Jahr erbauen könne. Ja noch die ersten Decenien des verflossenen Jahrhunderts war der Ackerbau so wenig lohnend, daß sich die Einwohner meist mit Fuhrwerk, Handel und durch Handwerk ernähren mußten. (Grundbuch Fol.1)
Unter den ersten Ansiedlern kommen schon die noch heute bestehenden Namen als: Beier, Beege, Grabner, Heinz, Hein-2e1, Herold, Hampel, Ihm, Jüttner, Kube, Leroh, Ludwig, Maywald, Neumann, Peiker, Pohl und Schreiber vor.
Laut Kirchenbüchern von 1572 bis 1590:
Zur Zeit der Erbauung des Dorfes ist 1t. Grundbuch Fol. 308 das Getreide im Wert und Kauf gewesen: 1 Scheffel Weizen um 16 Groschen, Korn 9, Gerste 6, Hafer 5 Groschen.
Alle Ansiedler dieses Dorfes waren schon bei ihrer Ankunft der evangelisch lutherischen Religion zugetan und erhielten auch bald die Anstellung eines eigenen Pastors in der Person des Johann Springers, dessen Herkunft unbekannt war.
1552 wurde Georg Rohland als erster Schullehrer in der Gemeinde angestellt und 1556 den ersten Erbrichter Hans Grabner die obrigkeitliche Bewilligung erteilt, den freien Bierschank, e1-nen Sohmied, Bäcker, Schuster, Fleischhauer und Schneider zu halten, It. Grundbuch Fol. 14.
Hier folgten die Namen mehrerer Pastore und die Dauer ihrer Wirksamkeit in Raase. 1580 ist laut Grundbuch Fol. 312 der Kirchturm unter Erbrichter Mathias Keller erbaut worden; bis zum Jahre 1590 scheint die Gemeinde ein hölzernes Bethaus besessen zu haben, da erst in diesem Jahre, nachdem der Kirchturm bereits 10 Jahre früher erbaut war, an denselben die noch dermals bestehende Kirche in 17 Wochen, während welcher Zeit zufolge einer Volkstradition es auch nicht ein einziges Mal geregnet hat, erbaut wurde, wie solches Pastor Jahn in Reimen bezeugt.
1591 am 21. Oktober ist das erste Ehepaar in der Kirche getraut worden. Das selbe Jahr wird Pastor Jahn vor das Dorfgericht zitiert, weil sein Vieh dem Nachbar ins Korn gelotscht war; „auf das Erkenntnis mußte ich ihm 6 Metzen Korn, kostete mich 1 Taler, entschädigen.
1593 fiel große Veränderung vor, indem sehr viele den Grundbesitz verkauften und wegzogen, was zum Beweis dient, daß die hierortigen Bewohner zu keiner Zeit, wie es doch damals der Fall war, Leibeigene gewesen.
1593 steht am 13. August Anna, des Georgs Rosmanith Eheweib, dem Pastor Magnus zu Gevattern; hier kommt der Name Roßmanith zum ersten Male in den Kirchenbüchern vor. Zufolge einer Überlieferung hat er das damalige Gla-tzelsche Freigut besessen und war aus Böhmen eingewandert. 1595 wurde ihm die Tochter Dorothea, in den darauf folgenden Jahren Sibila und die Söhne Georg, Michl, Jakob und Martin geboren, von welchen alle Träger des Namens Roßmanith abstammen. Der erste Stammvater ist am 19. April 1631 hier im 77. Lebensjahre gestorben.
1596 kaufte Martin Herold, Müller an der Mohra, das hierortige Erbgericht für einen seiner Söhne. Merkwürdig 1st, daß seit Erbauung des Dorfes besagte zu diesem gehörige Mühle bis auf den heutigen Tag ununterbrochen bei der Familie Herold und stets vom Vater auf den Sohn vererbt wurde. Auch gegenwärtiger Mihlenbesitzer Vinzenz Herold hat männliche Erben.
1603 starb Georg Friedrich von Ansbach von Brandenburg, der Erbauer dieses Dorfes, kinderlos. Der Kurfürst Joachim Friedrich, als Erbe des Fürstentums Jägerndorf, übergibt solohes nach kurzem Selbstbesitz seinem zweitgeborenen Sohne Johann Georg; somit bekamen die Raaser einen neuen Herrn.
1607 den 20. Juli wird Kaspar Ludwig von einem Jungen Menschen mit einem spitzigen Messer ins Herz gestochen, daß er sofort tot blieb. Täter ist ein Sattler gewesen von Hof.
1608 werden lt. Privilegium Johann Georgs von Brandenburg gegen jahrliche Verabreichung eines Scheffels Samenhafers von jeder Hube, die Ackerrobot und überdies gegen einen Jahrlichen Zins werden den Einwohnern noch gewisse Dominikal-Gründe überlassen.
1613 sucht Johann Georg von Brandenburg, welcher der reformierten Religion zugetan war, unter Androhung und Vollziehung von Strafen dieselbe auch bei seinen evangelischen Herrschaftsuntertanen einzuführen. Auch in der Gemeinde Raase wurde ein solcher Versuch gemacht, da es im Eingang des Grundbuches heißt: Darin ist eingesetzt, wie die Gemeinde vom Luthertum zum kalvinischen Glauben treten sollte, sich weigerte und wie sie bestraft wurde. Auch haben die Pastore jener Zeit in sehr erniedrigter Anhängigkeit zu ihren Gemeinden gestanden, was unter anderem auch der Vorfall beweist, daß sich die Bauern erfrechen durften, das Glockengeläute zu versagen, ihn vor das Bauerngericht zu zitieren und mit willkürlichen Geldstrafen zu belegen, den schuldigen Decam vorzuenthalten.
1616 hat Pastor Adam Grun mit seinem Eheweib Dorothea einem Czech zu Gevatter gestanden und so kommt der Name Czech das erste Mal in den Kirchenbüchern vor.
1620 wird Johann Georg von Brandenburg ein eifriger Anhänger des von den aufrüherischen Ständen zum König von Böhmen erwählten Kurfürsten von der Pfalz bei Prag in die Reichsacht und seines Fürstentums Jägerndorf verlustig erklärt. Er starb zu Leutschau 1624.
1622 erhalt das erledigte Fürstentum der böhmische Stadthalter Karl Fürst von Lichtenstein vom Kaiser Ferdinand II. als böhmisches Kronlehen. Die Huldigungsfeier trieb die ängstliche Besorgnis aller Einwohner des Fürstentums, daß die seit 100 Jahren herrschende Religion, welche lutherisch war, unter einen katholischen Fürsten leiden dürfte.
1624 wird am 27. September die mittlere Glooke auf den Kirchenturm gezogen, auf welcher sioh Pastor Adam Gruns Namen befindet.
1625 kommt Fürst Karl von Lichtenstein am 10. April selbst nach Jägerndorf, setzt katholische Beamte ein und bewilligt dem Olmützer Bischof, Missionäre in sein neues Fürstentum auszu-senden, welche die Einwohner wieder der katholischen Religion zuführen sollten.
1627 verdrängte Wallenstein einen sächsisch-dänischen Heerhaufen, welcher unter dem Obersten Ranthau das Fürstentum Jägerndorf besetzt hielt und die Protestanten schützte. Den Feind weiter verfolgend, hinterließ er den General Dechna zur Betreibung der katholischen Reformation; dieser brauchte dazu die lichtensteinschen Dragoner, Seligmacher genannt. Eine Abteilung unter dem Rittmeister von Roßstein, Lieutenant Hans Blasion, kam auch nach Raase und begann das Dorf zu plündern, wobei eine Magd ertrunken, weil sie vermeint hat zu fliehen, der Gewalt derer, so ihren Herrn geplündert. Auch wurde von besagten Dänen, und zwar erst im Jahre 1843, im Oberdorf in einer Steinrücke dänische Münzen von der Größe eines k.k.20 Kreuzerstückes und mit dem Bild-nisse Christians bezeichnet, gefunden. Nach Vertreibung der lutherischen Praktikanten und Schullehrer wurde Raase als Filiale der noch in diesem Jahre neu errichteten Pfarre in Bennisch zugeteilt und von Friedrich Hassnig, dem ersten Pfarrer, am 10, November 1627 das erste Kind in Raase katholisch getauft, unter Assistenz von Dragonern, was bei den nachherigen Taufen immer der Fall war und schließen läßt, daß die Eltern, nur durch Gewalt gezwungen, ihre Kinder katholisch taufen ließen.
Dasselbe Jahr hat Mathias Bischof, von Neiße gebürtig, hier eingeheiratet und seinen Namen und Stamm, der noch besteht, durch seine Kinder fortgepflanzt.
In demselben Jahr starb Karl von Lichtenstein, welcher in der evangelisch, lutherischen Religion geboren, später zur katholischen übergetreten und deren eifrigster Verteidiger wurde. Er schickte von Prag Jesuiten nach Troppau, welche in der Folge die Einwohner bekehrten.
1629 wird Andreas Wenzel Groner und 1633 Karl Ignaz Albertes als katholischer Pfarrer angeführt.
1633 hat die Pest sehr gewütet und viele Opfer verlangt.
1634 den 16. Juni wird Hans Müller, ein Dragoner im Dorfe, vor Christoph Zachels Haus durch den Hauptmann Duglas, welcher mit 30 Dragonern hier über Nacht logiert hatte, erschossen.
Dasselbe Jahr kommt als katholischer Pfarrer JohannPhilipp Allner vor.
1636 wird Martin Bahr, ein reisender Schuhknecht, kopuliert. Von den Nachkommen dieses Ehepaares stammen alle Träger des Namens Bahr in Raase. Der obige Martin Bahr ist am 13. Oktober 1653, da er in der Bartel Heroldmühle Lohe stampfen wollte, in das Wasser gefallen, vom Rade ergriffen und erdrückt worden, im 55. Lebensjahre.
1641 starb am 14. September Christoph Kirchner, 103 Jahre alt, der einzige Raaser, der ein solches Alter erreicht hatte.
1642 am 14. September wird Hans Heinzel, Oberkretschmer und Oberrichter von einem Soldaten des Juny-ischen [sic]Regimentes am Gerichtstische im Erbgerioht erschossen. Auch wird dasselbe Jahr Bartel Ludwig vom schwedischen Kriegsvolk im 42. Jahr erstochen.
1643 wird das Dorf von Schweden geplündert und dabei Valentin Schreiber und mehrere andere erstochen.
1645 im September und Oktober herrschte hier abermals die Pest. Die an der Pest Verstorbenen sind zur Nachtzeit durch Christoph Rolands Dienstjungen, weil sich niemand herbeilassen wollte, eingescharrt worden.
1648 wird Peter Jüttners Sohn im 29. Jahr von schwedischen Reitern erschossen und Hans Halbbürger von ihnen auf dem Felde erstochen.
Dasselbe Jahr wurde durch den westfälischen Frieden der 30jährige Religionskrieg beendet. Sooft während sich desselben die Einwohner dieses Dorfes von Gewissenszwang frei glaubten, kehrten sie immer wieder zu ihrem lutherischen Glauben zurück. Ihre angeblichen Beschützer, die Schweden, wurden nachgehends ihre größten Peiniger, indem sie auf Unkosten der bis aufs Mark ausgesogenen Einwohner lebten.
Nach einer unter dem 3. Oktober 1650 verfaßten und im Gemeindearchiv aufgefundenen Konsignation hat des fürstl. Kammerdorf Raase vom Jahre 1642 bis 1650 sowohl durch kaiserliche als durch schwedische Völkerpressuren folgenden Schaden erlitten:
Kaiserliche Völkerpressuren 2.896 fl. 44 kr.
Am 1. April, welcher am Gründonnerstag traf, ist die große Glocke auf dem Turm gezogen worden, hat an Troppauer Gewicht 12 Ctr. 17 Pf. Als Schaffer kommt Mathias Karl Herold in Spachendorf, Bennisch und Raase vor.
1650 im Juli, nach 2 jährigem Friedensschluß, verließen erst die Schweden das Fürstentum Jägerndorf, nachdem sie sich noch zuvor harte Erpressungen erlaubten.
Nun wurde das katholische Bekehrungswerk mit neuem Eifer von den Jesuiten in Troppau mit dem glücklichsten Erfolge betrieben und in Raase It.Grunabuch Fol.16 im Jahre
1659 gänzlich vollendet.
1661 am 15. Juni wird Georg Kube Heger allhier, von Hans Ludwig, Niederkretschmer, bei Martin Beege hinter dem Tisch mit einem Feuerwehrrohre erstochen, im 31. Jahr.
Im Jahre 1666 sind zwei Fahnen in die Kirchen geschafft worden. 30 Th.
1673 ist der Kirchturm neu aufgedeckt worden. 53 fl .78 kr.
1674 ist die Kirchhofmauer hergestellt worden. 45 fl. 1681 ist die Kirche inwendig renoviert worden. 45 fl. 40 kr. 1682 ist sie auswendig renoviert worden. 93 fl. 1687 wird sie erbrochen und ausgeraubt.
1690 waren 22 Rotgerber ansässig.
1691 wird am 31. Jänner das Ortsgericht hier aufgefordert, eine spezifizierte Konsignation über die in ihrem Dorfe zur Resistenz taugliche Mannschaft, falls etwa der Erbfeind einbreche, einzuberufen; auch anzugeben, mit was für Waffen jeder versehen sein möchte. Diesem zufolge wurden von der Gemeinde 29 wehrhafte Männer angegeben, nämlich 20 Bauern, 5 Hausler und 4 Inleute, wovon 4 mit Musketen, 2 mit Feuerröhren, 3 mit Hellebarden und 20 mit Sensen, Äxten und Heugabeln bewaffnet worden sina.
1693 hat Michael Roßmanith (20. 9. 1626 – 5. 6. 1710), Freigutsbesitzer in Raase, das obere Chor mit allen Bänken in der Kirche angeschafft. Kostet 48 fl.
1694 April, den Freitag vor Palmsonntag ist die Kirche abermals durch gewaltsame Erbrechung beider Türen in der Seitenhalle ausgeraubt worden.
1699 ist die Kanzel verfertigt worden von einem Tischler in Bautsch, so Georg Hampel, Erbrichter an der Mohra (Kanton Mühle) das Geld hiefür bar erlegte.
1701 wurde den 4. März vom hochwürdigen Amte eine Kommission hierher abgeordnet und bestimmt, daß der Pfarrer in Bennisch, wenn er nicht hier wohnen sollte, ordentlich den Gottesdienst das ganze Jahr den andern Sonn- und Feiertag verrichten, auch alle Sonntag Kinderlehre Nachmittag halten, sich aber jedesmal, so er über Mittag bleibe, selbst verköstigen muß.
1703 hat die Gemeinde beim hochwürdigen Konsistorium angehalten um Anstellung eines eigenen Pfarrers oder Kaplans, wurde aber nicht bewilligt, weil es der Pfarrer in Bennisch hintertrieben hat.
1704 den 16. Oktober ist in der Kirche abermals erbrochen und diesmal auch das silberne Ciborium aus dem Tabernakel geraubt und die Hostien ausgeschüttet worden.
1714 ist das obere Holzwerk am Kirchturm erneuert worden, kostet 800 f1.30 kr. In demselben Jahr ist die große Glocke umgegossen worden. 201 f1.30 kr.
1732 schreibt Theodor Philipp, Schullehrer in Raase an den damaligen Kammerburggrafen: „Um was ich Euer Gnaden ersucht und gebeten. Etwa um ein abgelegtes Kleid. Bitte Euer Gnaden mich nicht zu verlassen, denn ich kann mir selbst nichts anschaffen .“
1745 ist während des österreichischen Secessionskrieges den 11 .Jänner das Hautpquartier der ungarisch-böhmischen Armee unter Kommando des Herrn Generalfeldmarschalls Grafen von Traun in Bennisch gewesen. Alles wimmelte dazumals von Offizieren und in Raase sind die 4 Infanterieregimenter Ginglag, Botta, Prina und Alt Königseck durch 13 Tage im Quartier gestanden mit fast unglaublicher Bagage.
Am 7. November ist das in Bennisch stehende preußische Husarenregiment, welches der Oberst Krumenau, der vor einem Jahr unter den ungarischen Dalmatinern Kapitän gewesen und zu den Preu-Ben übergegangen, kommandierte, von dem ungarischen Husarenregiment überfallen und geschlagen worden. Der preußische Oberst mit mehr als 150 Mann und vielen Pferden wurde gefangen und nach Temesvar geschickt. Preußischerseits blieben 18 Tote, von Ungarn blieb nur 1 Pferd und einige Männer wurden plessiert.
Während des Krieges hat die Gemeinde lt amtlich angegebener Spezifikation, das heißt, die preußische Invasion vom 1. September 1744 bis letzten Februar 1746 durch feindliche Ausschreibung und Erpressung verloren: an barem Geld 811 fl.6 kr., Mehl 67 Scheffel, Korn 68 Scheffel, Hafer 419 Scheffel 2 Viertel, Heu 442 Ctr.; zudem hat noch die Gemeinde beim Abmarsch der Preußen 2 Pferde mit einem Wagen liefern müssen, welche der Feind mit nach Kosel genommen hat.
Im Mai 1758 stand der Prinz von Preußen während des 7-jährigen Krieges mit 2 Infanterieregimentern hier. Von Seite der Gemeinde ist vom 1. - 18.Mai sehr viel an barem Gelde, sowie auoh Verköstigung und Futter geliefert worden.
Im selben Jahre ist nochmals für die Preußen u. zw. nach Troppau geliefert worden: an barem Gelde 1.624 fl. 25 kr. Mehl 38 Ctr. Graupe 1 Scheffel, Erbse 13 Masel, Korn 38 Scheffel, Hafer 34 Scheffel, Heu 28 Ctr. Stroh 5 Schook sowie viel Schlachtvieh und Brot.
1759 wurde lt. amtlicher Eingabe in der Gemeinde Raase das ganze Jahr hindurch an Branntwein erzeugt und zwar beim Erb-richter Josef Anton Peiker 14 Eimer, beim Oberkretschmer Hans Friedrich Hanel 8 Eimer, Niederkretschmer 6 3/4 Eimer.
1760 waren nach amtlicher Eingabe in Raase 3 Müller, 2 Gerber, & Fleischhauer, 2 Schmeide, 2 Krämer, 4 Schneider, 4 Schuhmacher, 4 Leinweber und 2 Bäcker.
Am 7. November 1764 verzehrte ein Feuer 3 Bauernhäuser und 12 Häuser kleinerer Häusler.
1772 wird bemerkt, daß in diesem Jahr solche Not gewesen, daß , wenn ein Stück Vieh gefallen, solches von den Leuten gegessen wurde. Auch haben in der Nachbarschaft die Leute Fichtenrinde abgeschält, zerstoßen und unter das Brot gebacken, auch Leinkuchen dazugemischt. Ein Scheffel Weizen kostete 13 f1. 24 kI. Korn 1l fl.24 kr., Gerste 9 f1.40 kr., Hafer 4 fl.60 kr.
Im Jahre 1775 machte der Gemeindeschreiber an den damaligen Kammerburggraf die Anzeige: „Es wird Euer Hochwohlgeboren schon bekannt sein, von des Erbrichters Dienstmagd, welche zum Falle kam. Bitte gehorsamst um verzeihung, daß ich nicht sogleich schriftlichen Bericht darüber erstattete; bitte gehorsamst zu be-fehlen, was künftig mit diesem Weibsbild zu tun sein wird.“
Am 2. Mai 1777 schreibt die Gemeinde abermals um die Anstellung eines eigenen Kaplans und unter den angeführten Gründen weren auch diese: Die weite Entfernung von Bennisch, die schleohten, im Herbst und im Frühjahr beinahe nichtpassierbaren Wege und die schlechte Witterung, daß dann bestellte hl. Messen auf 3 bis 6 Wochen testierte auf mehrere Jahre müssen verschoben werden; endlich, daß das Luthertum wieder merklich überhand nehme.
1778 im bayrischen Erbfolgekrieg war die Gemeinde mit 2 Regimentern Infanterie bequartiert. In jedem Haus lagen 16 bis 20 Mann, sodaß niemand etwas arbeiten konnte. Ueberdies mußte die Gemeinde während dieses 2-jährigen Krieges liefern: 197 Ctr Mehl, 694 Metzen Hafer und 641 Ctr. Heu; auch wurden die Einwohner wahrend des harten Winters durch Zwang zur Schanzerbeit und zur Herstellung von Verhauen angehalten. Das Lager und der Herr Generalfeldwachtmeister war damals bei Spachendorf. Die kaiserl. Vorposten in Bennisch. Von den Preußen, welche Jägerndorf besetzt hatten, standen die Vorposten in Lichten.
1781 ist, bevor noch das Localie-Gebäude errichtet war, als erster Kaplan Anton Jüttner, ein geborener Raaseer hier angestellt worden, nachdem er 22 Jahre zuvor Cooperator in Bennisch gewesen ist.
1782, den 17. Mai hat der Maurermeister Franz Schmidt, Karlsberg, für 206 (rheinisch) und der hierortige Zim-mermeister für 98 fl. (rheinisch) Michael Grabner das Pfarrhaus, welches im Jahre 1868 den 11. August wieder abbrannte, zum Baue übernommen. Die sämtlichen Auslagen beliefen sich für die Pfarrei samt Schupfen und Garten auf 754 fl. 23 kr.
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Die ersten 4 Pfarrer des Dorfes waren protestantisch. Erster Johann Springer, zweiter Magnus Jany 1571 durch 44 Jahre, dritter Adam Grimm 1615, vierter Tobias Tiller 1627.
Die römisch-katholischen Priester von Bennisch, welche in der Raaser Filialkirche das Amt versehen mußten, waren: Erstens Hochw. Herr Johann Friedrich Flachmuth 1625; zweitens Anton Wenzel Krones 1629; drittens Karl Ignaz Albertus 1632; Johann Filip Flinz 1634; fünftens Georg Franz Kukule; sechstens Mathias Karl Herola 1649; siebentens Samuel Maix. Pfeiler; achtens Michael Franz Weiss; neuntens Andreas Franz Abessa; zehntens Johann Anton Jüttner 1781 war der erste selbständige local Kaplan in Raase und gebürtig von hier; in Bennisch war er zuvor durch 20 Jahre als Cooperator; zweitens Anton Rotter 1793; drittens Franz Müller 1803, viertens Pfohl, fünftens Mayer, seohstens Kluger, siebentens Johann Haagen, aohtens Andreas Langer 1845 am 3 Marz angekommen, in Ruhe getreten am 1. August 1879, gestorben am 22. November 1889, 90 Jahre alt; neuntens Herr Engelbert Jahn seit 11. November 1879.
Einige Herren Kooperatoren von 1830: Ignaz Koschenka, Ignaz Teimer, Franz Wollez, Josef Maschner (1849 hier gestorben) Franz Zohner, Josef Emanuel Frenzel, Eduard Theimer, Ferdinand Schneider, Anton Weiss, Hermann Scheyer, Franz Klement.
Schulmeister: Georg Rohland 1552; Hans Vogel 1554; Hans Bittner 1564; Martin Robert 1583; Johann Fritsch 1596; Christian Proksch 1617; Martin Nießner 1625 (der erste röm.kath.); Georg Brückner; Georg Herold 1672; Georg Filipp 1685; Theodor Filipp Sohn 1721; Karl Josef Filipp Sohn 1738; Christian Filipp Sohn 1782; alle von Spachendorf; Filipp Fuchs 1796; Franz Gröger 1822; Josef Beege 1839; Josef Wenzel 1866; Alois Bittmann 1872; Alfons Schidek 1882.
Einige Lehrgehilfen neuerer Zeit: König, Mathias Kuhn, Josef Jüttner, Johann Latzke, Rudolf Schatz, Josef Krause, Alexander Lemmel, Paul Kratz, Marie Bayer, Alois Beege.
Erbrichter: der erste ist unbekannt; der zweite Hans Grabner 1556; Andreas Keller; Hans Scholz, Martin Herold, Hans Heinzel, Michael Herold, Georg Jüttner, Friedrich Langer; Andreas Langer; Georg Jüttner, Michael Schreiber; Georg Herold; Michael Anton Roßmanith; Siegfried Roßmanith; Andreas Peiker; Michael Josef Beyer; Josef Anton Peiker; Johann Georg Beier; Johann Friedrich Schreiber; Johann Ignaz Peiker, + 1834 hatte der Gemeinde 51 Jahre als Erbrichter vorgestanden; Karl Roß manith; Josef Ludwig; Alois Kube, erster Bürgermeister; Karl Roßmanith ; Johann Roßmanith während 15 Jahre; Alois Kube; Alois Roßmanith, Baumeister.
Sonstige Vorkommnisse in Raase:
1781 erhielt Raase den ersten selbständigen Priester; 1784 einen Kooperator und 1843 wurde es zur Pfarrei.
1783 wurde zu Michaeli Johann Adam Jüttner im Erbgerichte von einem Esterhazi-Husaren ohne Ursache niedergehauen.
1781 den 1. Dezember wurde die Stiftungsurkunde vom Fürsten Lichtenstein wegen Patronats der Kirche unterzeichnet.
1787 wurde das Armeninstitut für 34 Arme errichtet.
1795 war große Mondesfinsternis, die Raupen verzehrten den Flachs mit dem Samen total auf dem Felde.
1798 war dreimal Wetterschaden u.zw.: 18. Mai, 3. Juni und 9. Juli.
1799 ist das Wintergetreide ausgewintert, die Sommerfrucht konnte wegen Nässe kaum gedechst werden, daher das Getreide teuer wurde, während des Winters trenge Kälte wie nie dergleichen.
1801 wurde das Getreide teuer
1804 noch teurer, die Freudenthaler Herrschaft zahlte für den Scheffel Korn 25 fl. Am teuersten war es 1805, Wo Ende Juli ein Viertel Troppauer Maß Korn 48 - 50 f1., Gerste 40 fl., ein Stück Werkgarn 8 fl., die Elle schlechtes Tuch 5 fl., mittleres 12 - 20 fl., feines 36 - 40 fl. kostete.- Die französischen Kriege, welche bis 1817 durch 22 Jahre dauerten, sowie nasse Jahre machten diese Teuerung. Es waren damals Bankozettel im Umlauf;
1811 den 15. März wurden dieselben durch ein Finanzpatent herabgesetzt, sodaß 1 Fl. nur 12 Kr. und 5 Kr. nur 1 Kr gal-ten. Von da an wurden Einlösescheine ausgegeben, welche den Wert des Conv. Gelded hatten, indem 5 fl. Bankozettel nur 1 fl. Wiener Währung galten. Diese wurden 1819 wieder verringert, sodaß 2 fl. 30 kr. Wr. Währung blos 1 fl. Conv. Münze galten. - 1801 am 22. Jänner wurde der Trottoir Steinbruch vom Fürsten an den Grundeigentümer gegen eine Entschädigung überlassen. 1811 und 1822 waren sehr dürre Jahre, das Sommergetreide ganz mißraten. 1816 - 1817 war es sehr teuer; 1 Scheffel Aaker kostete hier 300 - 500 fl. 1817 am 31. Jänner verzehrte eine Feuersbrunst die sämtlichen Gebäude der Heroldmühle Nr. 267 in Raase mit allen Vorräten; der Schaden wurde auf 23.800 fl. geschätzt.
1820 wurde alles auf Conv. Münze gerechnet.
1828 wurde das Dorf gemessen und hatte eine Länge von 4.000 kaitern.
1833 wurde die Verzehrungssteuer eingeführt.
1835 - 1836 war das Getreide spottbillig. Ein Viertel Korn kostete 42, Gerste 36, Hafer 26 kr.
1842 wurde eine Windmühle aufgestellt.
1847 war Teuerung; 1 Sack Korn bis 50 fl. Wr. Währung. Arme Leute lebten teilweise von Kleie, da die Erdäpfel durch 3 Jahre fehlschlugen.
1848 war in den meisten Ländern Europas Revolution ausgebrochen.
1852 am 3. August wurde die Gemeinde von einem fürchterlichen Hagelwetter heimgesucht, wodurch alle Früchte vernichtet wurden; auch 1853 am 10. Juli wurde ein Teil des Oberdorfes durch Hagelschlag beschädigt; Im selben Jahr wurde die große Glocke auf den Turm gezogen.
1858 wurde durch ein Finanzpatent alle Wiener Währung und Conv. Münzen Gelder einberufen und es trat die österr. Währung mit 1. November bei Kauf und Verkauf zu 100 Neukreuzern ein. Im Herbst desselben Jahres war durch lange Zeit am westlichen Firmament ein schöner großer Koment sichtbar; auch blieb vielen Ge-birgsbauern zur Abröste der Flachs draußen und verfaulte. 1859 erreichte das Silberagio während des italienischen Krieges die Höhe von 52%.
1861 den 23. Juni abends Wolkenbruch; der Dorfbach sowie der Mohrafluß erreichten eine Wasserhöhe wie noch nie; es wurden Brettsägen, Scheuern, Brücken, in Rautenberg sogar ein Haus weggerissen; alle 3 Bewohner des Hauses ertranken.
1862 wurde die Orgel von Herrn Rieger aus Jägerndorf um 1.270 fl.angefertigt; 1862 war ein zeitliches Frühjahr, sodaß zu Georgi die Kirschen blühten und Ende Mai das Korn. Die Frucht war früh und schön.
1863 wurde die Schule mit 6.120 fl. erbaut. 1863 war ein sehr trockener Sommer und Herbst, wenig Viehfutter.
1866 Krieg,
1868 Feuer im Mitteldorf; Gesamtschaden 28.104 fl.
1869 am 11. Mai Grundsteinlegung zum Pfarrhaus. 1869 ging über Bennisch und Ober-Raase ein wolkenbruchartiger Regen nieder.
1870 erstes Postamt bei Herrn Paul Michler in Raase.
1878 wurde ein neuer Turnplatz errichtet.
1880 wurde ein neues Grundbuch angelegt. 1880 am 30. April abend brach in der Heroldmühle Feuer aus, welches alle Gebäude, das Vieh und Getreide vernichtete. Schaden 12.000 fl.; der Brandleger wurde zu 15 Jahren Kerker verurteilt.
1882 wurde die Schule dreiklassig
1883 wurde Kirche und Turm vom Fürsten Lichtenstein renoviert.
Haus Nr. 267. Seit 1548 ist der Name Herold auf diesem Besitz; dazwischen war ein Jahrwirt 19 Jahre, ein Gottfried Röhrich aus dem Erzberghäusel; nach demselben folgte Florian Herold und seine 14 Jahre alte Ehegattin Anna Rosa Hampel; Franz Herold seit 1797 und seine Ehegattin Theresia, Tochter des Franz Heinrich, Erb-richtereibesitzer in Kunzendorf bei Dorf Teschen. Die Familie Heinrich stammt aus einer schwedischen Familie und hatte der Kunzendorfer Erbrichter 5 Frauen. Vinzenz Herold seit 1838 mit Ehegattin Theresia Beyer, Nr. 154 aus Raase. Sonstige merkwürdige Ereignisse für diesen Besitz sowie im allgemeinen:
Laut einer alten Schrift, welche 1817 verbrannt ist, wurden die Grundstücke unterhalb der Niederhütte beim Eisenwerk Niederhütte an Martin Herold 1548 verkauft. Die fürstlichen Zinsgründe per 34 Scheffel Breslauer Ausmaß beim Kreuz wurden von Franz Herold 1880 angekauft. 1824 brannte der unterste Mahlgang teilweise ab, das Feuer wurde jedoch gelöscht. 1836 brannte die Brettsäge ab, die Mühle wurde erhalten.
Im Jahre 1840 am 19. Janner war ein so starker Eisstoß wie nie dergleichen, sodaß 1884 noch Spuren davon zu finden waren. 1859 hatte Österreich mit Italien Krieg. 1873 war großer Börsenkrach und Ausstellung in Wien. 1876 trat das neue metrische Maß und Gewicht in Wirksamkeit. Auch wird bemerkt, daß im Jahre 1809 das Hochwasser im Winter 4 Tage, im Sommer durch 3 Tage den Ofenbanken der Heroldmühle-Wohnung gleichstand.
1890 war ein sehr schneearmer, sehr milder Winter, wie kaum erinnerlich; in den Wintermonaten war es war, die Mücken tanzten häufig, die Katzen sonnten sich fast immer, sodaß am 1. März schon lebende Ottern im Freien gesehen wurden, welche sich sonnten. Infolgedessen wurde ein zeitliches Frühjahr, der April und Mai waren prachtvoll. Nicht ein kalter Morgen, zu Georgi blühten die Kirschbäume und Ende Mai das Korn. Am 6. Juni wurde mit der Heumahd begonnen, doch bald änderte sich die Witterung in Regen und Kühle, sodaß das Heu langsam und feucht eingefechst wurde. Die Temperatur ging in Gebirgsgegenden im Juli bis auf 20 Réaumur (2,5 Grad Celsius) zurück, es schneite mehrmals und es fiel der Schnee 30 cm hoch, sodaß viele Bäume in den Alpenländern von der Last desselben brachen. Gras und Getreide war viel. Ende Juli trat heftige Hitze ein und konnte mit der Kornernte begonnen werden; drückende Schwüle, dann folgten täglich Gewitter. Am 4. August morgens in der fünften Stunde ging ein wolkenbruchartiger Regen über Messendorf, Langenberg, Wockendorf und Oberraase nieder, welcher viel Schaden machte. Am 5. August schlug der Blitz in die Zimmerwohnung des Herrn Johann Rosmanith (Lerch) gegen 6 Uhr abends, ohne zu zünden. Am 6 und 7. August waren heftige Gewitter in der Umgebung, in Troppau schlug der Blitz viermal ein. Das heftigste und schauerlichte Gewitter, welches mich denkt, war am 8. August abends in der elften Stunde. Steter Donner, über 25 Blitzschläge, wovon einer ein dem Neuroder Hammer gehörendes Haus traf, welches abbrannte. Einer schlug in das Wasser der Klötzerwiese, das sich zischend teilte. Infolgedessen kam rapides Hochwasser, das größte, außer 1861. Es lier das Wasser zum Hoftor herein und verlegte dasselbe mit weggeschwemmtem Getreide. Der früheste Anfang der Kornernte war 1889, wo bei uns am 10. Juli begonnen wurde. Am Zattiger Hof schon am 26. Juni. Sommergetreide war wenig, aber in den Körnern gut. 1821 den 30. November und 25. Dezember Orkan, welcher in den Wäldern Verwüstungen anrichtete. 1850 wurde die große Glocke in Olmütz umgegossen. 1852 sowie einige Dezenien zuvor wohnte hier der geachtete Arzt Herr Josef Mestenhauser, welcher als geschickter Operateur berühmt war und für seine Kunst von seiner Majestät Kaiser Ferdinand die goldene Verdienstmedaille und vom König von Preußen den roten Adlerorden 3. Kl. erhielt; er starb in Troppau. 1889 starb in Pension der Hochw. Pfarrer Andreas Langer am 22. November, 90 Jahre alt.; Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, welcher 441/2 Jahre in der Gemeinde war.
1892 den 24. April Einweihung des Friedhofes; den 22. Mai Übergabe der Turmuhr von Herrn Schneider aus Freudenthal an die Gemeinde.
Raase, den 1. November 1935.
(Texte aus Familienbesitz Roland Rosmanith, Autor:in unbekannt)
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