Schwarze Kunst Wien

Ein Spaziergang durch Druck, Satz & Repro


Thema des Projektes

Das Projekt ist das Ergebnis einer Spurensuche in Wien. Gesucht und gefunden wurden Gebäude, in denen einst für die Schwarze Kunst gearbeitet wurde: Druckereien, Schriftsetzereien und deren Zulieferer. Viele der Häuser in denen diese Firmen waren, exisitieren heute noch. Das Projekt lädt auch zu einem Stadtspaziergang ein, um diese Häuser zu besuchen. Das Projekt gibt einen Überblick über die Vielfalt des Graphischen Gewerbes in Wien und Besitzverhältnisse der Firmen. Die Darstellung der Firmen werden durch Inserate aus alten Fachzeitungen ergänzt.

Ich bezeichne meine Arbiet bewußt als „Projekt“, weil es offen ist, ob es es ein Buch, eine Ausstellung oder etwas anderes werden wird...

Über das Drucken

Drucken und „drucken lassen“ ist längst Teil das alltäglichen Sprachgebrauchs von uns allen geworden. In vielen Haushalten stehen Drucker und viele Menschen lassen Erinnerungen als Fotobücher drucken. Bis in die 90er Jahre war Drucken noch an fundierte Kenntnisse im Umgang mit Reproanstalten und Druckereien gebunden. Wer etwas drucken ließ, war entweder Werbeagentur oder Verlag. Ähnlich verhielt es sich mit Schriftsatz und Gestaltung. Mit dem Aufkommen von Desktop Publishing Ende der 80er-Jahre begann eine Revolution, der viele Unternehmen der Branche nicht standhielten. Unzählige Anbieter von Schriftsatz und Druckvorstufe sind vom Markt verschwunden. Das „graphische Gewerbe“ wie es einst war existiert nicht mehr. Viele dieser verschwundenen Betriebe haben jedoch Geschichte(n) geschrieben (oder gedruckt). Politisch oder kulturell – auf Plakaten oder in Büchern oder Broschüren. Das Projekt zeigt einige dieser Firmen. „Gott grüßt die Kunst“

Das Projekt soll zusätzlich ein Lexicon der wichtigsten Begriffe rund um das Themen Druck / Satz / Repro enthalten. Das Projekt soll nicht oder nur in Teilen im Internet erscheinen. Es soll mein Beitrag zu einer analogen Lebensweise sein.


Jüdische Betriebe

Laut Buch „500 Jahre Druck in Österreich“ gab es 100 Betriebe in Wien, die in jüdischem Besitz waren. Die meisten wurden 1938 enteignet oder geschlossen und verschwanden. Einige (z.B. Rosenbaum oder Bachwitz) waren auch nach dem Krieg aktiv oder haben bemerkenswerte Gebäude im Stadtbild hinterlassen. Hinter all den Firmen und ihren Personen stehen Schicksale, von denen enige gezeigt werden sollen.


Die Unternehmen und ihre Verfahren

  • Hochdruck
  • Offsetdruck / Flachdruck
  • Siebdruck
  • Tiefdruck
  • Homogendruck (Igo Pötsch)
  • Lichtdruck (Jaffé)
  • Reproduktion, Chemigraphie, Lithographie
  • Schriftsetzereien

Idee, Konzept, Umsetzung: Gerhard Walter 2026 | Finale Fotos der Gebäude: Gerhard Walter

Letztes Update dieser Seite: 15. Februar 2026 | 14:30 Uhr